The only real problem with Cala Rajada is finding accommodation. the town is a favourite German package resort and in high season you’ll be lucky to find a room
- Soweit unser neu erworbener Reiseführer “The ROUGH GUIDE to Mallorca & Menorca” über unseren aktuellen Reiseaufenthaltsort… Aber von Vorne:
Nach dem Frühstück und Checkout aus dem Hostal La Mimosa sind wir erstmal zürück nach Palma de Mallorca gefahren, weil von dort aus alle Bussverbindungen zusammenlaufen und weil dort auch das deutsche Ärzte-Zentrum von Mallorca liegt, K. hat sich ja bekanntlich den Zeh verletzt…
Wir haben uns für den Allgemeinmedizinier Dr. Fleischhauer entschieden, wo K. sehr schnell zur Behandlung kam und wir äußerst nett behandelt wurden. Nach 10 Minuten und einer Fixierung des verletzten Zehs wurde K. dann 2 Tage Schonung angeraten, weil es sonst zu längerfristigen Komplikationen kommen kann. Die Sprechstundenhilfe des Arztes hat uns dann o.g. Reiseführer entfohlen, in dem auch Unterkünfte auf der Insel aufgelistet sind und auch noch mal selber nach einem eventuell freien Hostal telefoniert.
Insgesamt hat der Spaß 120 € gekostet, die die Krankenkasse aber zurückerstatten sollte… Mit der Bitte ihn doch eventuell weiterzuempfehlen, hat uns der Doktor persönlich nach draußen begleitet…
Leider war in Palma selber kein Hostal oder Hotel mehr frei, also dachten wir uns: “No Risk, No Fun!” Und wir wollten nach Cala Rajada fahren, um dort einen Schlafplatz zu finden! Wir hatten gerade 13:45h, der letzte Bus war vor 15 Minuten gefahren, der nächste kommt um 17:30h, genug Zeit, um noch den empfohlenen Reiseführer irgendwo zu erwerben! Sprich: K. am Placa Espanya abgesetzt und nach einer Buchhandlung gesucht!
Hier kommt zu erwähnen, dass unser kompletter Tagesrhythmus NICHT konform ist, mit dem spanischen! Denn: In der Zeit von 13:00h bis ca. 17:00h ist dort Siesta-Zeit und fast alle Geschäfte sind geschlossen!
Dennoch konnte ich in den gut 3h Zeit drei Buchhandlungen in der Stadt finden und u.a. eine rein deutsch/englische Buchhandlung, die mir später auch den Reiseführer verkaufen sollte.
Dabei bin ich auch über einen Laden gestolpert, der sich El Astronauta schimpft und in seinem Fenster mit “Thrash, Death, Grind, EBM, Industrial & Porn” geworben hat. Dazu aber später mehr, wenn wir den Laden auch betreten sollten…
Auf dem Placa Espanya haben wir dann noch einen weiteren Rucksacktouristen getroffen. Er hörte auf den Namen Andy, kam aus Amerika und war schon zwei Wochen auf Mallorca gewesen. Er hat vorher auf dem Festland von Spanien ein wenig Spanish gelernt und dann hier erprobt. Sein nächster Halt auf seiner Tour war Österreich und dannach wollte er vielleicht nach Italien.
Er hat uns von der kleinen, versteckten und Touristenfreien Bucht Cala Varques erzählt, an der er 5 Tage gecampt hat, und wir eigentlich dannach auch hinwollten…
Später haben wir noch ein San Miguel getrunken und im deutsch/englischen Bücherladen habe ich ihn dann bei der Auswahl eines Romanes zurückgelassen, damit wir noch unseren Bus nach Cala Rajada bekommen…
Wir haben Freitag Spätnachmittag und selbstverständlich sollten wir nicht die einzigen bleiben, die nach Cala Rajada wollten, sondern auch ein ganzer Haufen (scheinbar ebenfalls deutscher) Touristen, die u.a. bewaffnet mit Eimer und Stohhalmen den Bus stürmten. Schnell war der Standardbus voll und eine Hand von Leuten wurde gebeten auf den nächsten Bus zu warten. So oder ähnlich, weil der Busfahrer sprach nur Spanisch, dennoch bin ich (und K. auch) der Meinung, man konnte seine Worte und Gesten interpretieren. Andere deutsche Tussen waren aber anderer Meinung: “Was soll der Scheiß denn?? Nicht mal deutsch kann der Typ, so eine Unverschämtheit! Das ist ja wohl das Mindeste, was man hier auf Mallorca erwarten kann!” – Verdammt, so schnell schämt man sich für sein Herkunftsland. DU bist Deutschland!
Egal, denn ein Ersatzbus wurde schneller gestellt, als diese Tussen auf ihren High Heels überhaupt einsteigen konnten, und ab ging es in einem Bus mit gerade mal ca. 8 Personen auf die gut 2 stündige Fahrt nach Cala Rajada über Artá und Capdepdera.
In Cala Rajada angekommen, standen wir aber immer noch vor dem gleichen Problem: Wir brauchten ein Zimmer für die Nacht! Also haben wir den neu erworbenen Reiseführer aufgeschlagen und mindestens 10 Hostals durchtelefoniert – ALLE voll belegt! Durch viel glück konnten wir aber ein freies Einzelzimmer in Hostal Bonzo ausmachen und für 2 Nächte belegen!
In der Stadt waren super viele deutsche, jugentliche Touristen, insgesamt fühlte man sich abends ein wenig an die Bilder erinnert, die man auf luxemburgischen Fernsehstationen von s’Arenal sieht…
Wir haben uns zum Abendessen ein wenig abseits der Hauptverkehrs- und Party-Zonen bewegt und in einem relativ “einheimischen” Lokal zu abend gegessen. Die anwesenden Personen sprachen alle ausschließlich spanisch, es lief sowas wie das spanische “Top Of The Pops” im Fernsehen und die Speisekarte war auf spanisch. Nach 2 Essen und 4 Getränken für 20 € inkl. Tipp haben wir dann den kleinen Strand Cala Gat augesucht, der ein wenig abseits liegt und sehr heimelig wirkt! Wenn “El Gato” der Kater ist, dürft ihr raten, was Cala Gat heißen könnte… Richtig: Katzenbucht! Und eben solche Tiere konnten wir dort auch antreffen, richtig zutrauliche Tierchen (;
Abends in der Bar des Hostals haben wir noch einen deutschen Speedboat-Fahrer getroffen, der mit Touristentouren sein geld verdient. Der Typ hat uns aber direkt als nicht ganz passende Klientel eingeschätzt und uns daher eher einige nette Plätze in den Bergen und Wäldern empfohlen, was uns mit Sicherheit mehr interessieren würde – von einem der Plätze in den Bergen hat er die Koordinaten auf den Unterschenkel tattoowiert, weil er selber so begeistert davon ist!
Das Zimmer selber war sauber, sehr aufgeräumt und war alleine durch das private Badezimmer sehr sympathisch, haha! Das Bett war zwar (weil eben Einzelzimmer) etwas eng für zwei, aber das ging schon!
Problem des Tages:
K.’s Geldkarte hat bei der spanischen Santander-Bank Probleme gemacht. Angeblich hätte sie das Tageslimit an Geld bereits abgehoben – obwohl diese Karte seit mindestens 4 Tagen nicht mehr benutzt worden war!
Meine Karte hat hingegen ohne Probleme funktioniert und sollte uns die nächsten Nächte ein Dach über dem Kopf gewährleisten…
Ach ja: Dreimal dürft ihr raten, wo Dieter Bohlen nun lebt…. Genau, in Cala Rajada!